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Rationelle Labordiagnostik
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Rationelle Labordiagnostik

  1. Einleitung
  2. Stufen der Labordiagnostik
  3. Organisationsprinzipien
  4. Qualitäts- und Kostenmanagement
  5. Schlußfolgerungen

 

1. Einleitung

Die Laboratoriumsmedizin besteht aus drei Teilgebieten: der Mikrobiologie, der Virologie und der Klinischen Chemie. Das Teilgebiet Klinische Chemie beschränkt sich jedoch nicht auf die klinisch-chemische Analytik im engeren Sinn, sondern führt auch hämatologische, immunologische, endokrinologische, molekularbiologische und gerinnungsphysiologische Untersuchungen durch. Im niedergelassenen Bereich und in kleineren Krankenhäusern sind die verschiedenen Teilbereiche zumeist institutionell vereinigt, im Gegensatz zu den Universitätskliniken, wo sie in der Regel von spezialisierten Abteilungen vertreten werden.
Die Labordiagnostik gehört zusammen mit den bildgebenden Verfahren (z.B. Röntgen, CT, Sonographie etc.) zu den wichtigsten Diagnosetechniken.

 

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Sie hat einen hohen Stellenwert in der Diagnostik - vor allem in der Inneren Medizin und der Kinder- und Frauenheilkunde.

 

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Die Untersuchung von Körperflüssigkeiten zur Diagnosefindung ist praktisch so alt wie die Medizin. Eine der ersten Methoden, die Uroskopie, wurde über Jahrhunderte als "diagnostisches Verfahren" eingesetzt. Dabei wurde der Urin nicht nur auf Farbe, Konsistenz, Geruch und Geschmack, sondern auch auf Sedimente geprüft. Die große Bedeutung der Uroskopie, wie im Gemälde "Die wassersüchtige Frau" von Gérard Dou (Louvre, Paris) dargestellt, zeigt sich darin, daß die halbgefüllte Urinflasche zu einem Symbol des Arztes wurde.

 

 

 

Inzwischen haben chemische, biochemische, physikalische und immunologische Analysenverfahren den Geruchs- und Geschmackssinn des Arztes aus der Labordiagnostik verbannt. An modernen Analysensystemen können mehrere tausend Untersuchungen in Serum, Urin oder Liquor pro Stunde vorgenommen werden. Die modernste Gerätegeneration wie der "Modular" von Roche Diagnostics, der aus mehreren - z.T. unterschiedlichen - analytischen Modulen besteht, ist sogar in der Lage, mehr als einhundert verschiedene Tests parallel durchzuführen.

 

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Trotz des hohen medizinischen Stellenwerts ist die labormedizinische Diagnostik in Deutschland vergleichsweise billig: nur 5,3 Milliarden DM - also ca. 2,2 % - der Ausgaben der Gesetzlichen Krankenkassen wurden im Jahre 1996 für die Labordiagnostik ausgegeben. Im Gegensatz dazu verschlangen die Verwaltungsausgaben im Bereich der Gesetzlichen Krankenkassen fast 15 Milliarden DM.

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Auch im internationalen Vergleich schneidet die Labormedizin in Deutschland hervorragend ab: nur DM 47 werden pro Versichertem und Jahr in der Bundesrepublik ausgegeben.

 

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