AIR² – Drohnen und Roboter für die Kliniklogistik

Wie kommen Blutproben, Medikamente oder Blutkonserven in Zukunft schneller und zuverlässiger ans Ziel? Genau diese Frage stellt sich das Forschungsprojekt AIR².

Gemeinsam mit dem Fraunhofer IML, der Urban Ray GmbH und der Zauberzeug GmbH arbeitet das Institut für Klinische Chemie der Uniklinik Köln daran, Drohnen und Robotik nahtlos in den Klinikalltag einzubinden. Gefördert wird das Projekt durch das Land Nordrhein-Westfalen aus Mitteln des EFRE/JTF-Programms im Rahmen des Innovationswettbewerbs NeueWege.IN.NRW. Die Fördersumme beträgt 225.000 Euro.

Die Grundidee lässt sich knapp beschreiben:
Im Klinikgebäude übernimmt eine autonome Roboterplattform zunächst das Einsammeln von Proben und medizinischen Gütern und bringt sie zur Drohnenstation. Von dort erfolgt der Transport über das Klinikgelände per Drohne. Umgekehrt kann die Drohne an derselben Station Lieferungen abgeben, die automatisch an den Roboter übergeben und anschließend ins Labor oder an den vorgesehenen Zielort gebracht werden.

So soll das Transportpersonal entlastet werden, während Proben und sensible Materialien noch schneller, zuverlässiger und ressourcenschonender bewegt werden können. Gerade bei zeitkritischen und empfindlichen Analysen kann das entscheidend sein.

Offiziell gestartet ist AIR² am 08. Mai 2025: Bei der Auftaktveranstaltung überreichte NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer den Förderbescheid. Insgesamt wurden an diesem Tag neun Projekte mit rund 14,2 Millionen Euro unterstützt - von autonomen Straßenbahnen über digitale Softwarelösungen bis hin zu innovativer Drohnentechnologie wie bei AIR².

Mit AIR² beschreitet die Uniklinik Köln neue Wege in der klinischen Logistik. Während vergleichbare Systeme international bereits erprobt werden, ist es das erste Projekt dieser Art für unser Haus - und eines der ersten in Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, die Technologien an die spezifischen Anforderungen eines Universitätsklinikums anzupassen und praxisnah weiterzuentwickeln.
 

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